Die evangelischen Kirchen in Crumbach und Ochshausen

Die Dorfkirche in Crumbach
Die Dorfkirche in Crumbach

Die evangelische Kirche in Crumbach
Über die Entstehung der Anlage mit ihrer wehrhaften Kirche finden sich bis heute keine urkundlichen Belege. Die nährere Betrachtung der Kirche lässt jedoch eine wechselhafte Geschichte vermuten.
Unter dem Chorraum wurden die Reste eine romanischen Kapelle gefunden, die vermutlich aus dem 10.Jahrhundert stammt.
Die Wehrmauer, das Untergeschoss des Wohnturms in der südlichen Mauerecke sowie der ehemals freistehende Rundturm, der vermutlich als Bergfried diente, werden auf das 12. Jahrhundert geschätzt.
Aus dem 14. Jahrhundert stammt das Agnus-Dei-Relief am Turm.
Im 15. Jahrhundert wurde in der Ausrichtung des heutigen Kirchenschiffs eine kleinere gotische Kirche errichtet, die den romanischen Vorgängerbau ersetzte.
Hoch über dem Nebeneingang ist ein Grabstein aus dem Jahre 1597 eingelassen.
1770 entstand das heutige, mit dem Kirchturm verbundene Kirchenschiff. Es ist breiter und höher als seine Vorgängerbauten.
Das Innere der Kirche wurde nach der Reformation mehrfach umgestaltet. Bis 1957 hatte sie ein zur Kanzel hin ausgerichtetes Kirchengestühl und dreiseitig umlaufende Emporen.


Die Dorfkirche in Ochshausen
Die Dorfkirche in Ochshausen

Die evangelische Kirche in Ochshausen
Über die Entstehung der Anlage finden sich bis heute keine urkundlichen Belege. Vermutlich wurde im 10. Jahrhundert eine kleine romanische Kapelle errichtet. Im Inneren befinden sich ein romanischer Taufstein, der in seiner Form und symbolischen Ausgestaltung für unseren Raum einmalig ist. Die Mauervorsätze, die an den Längsseiten zu erkennen sind sowie ein an der Nordseite zugemauerter Toreingang weisen darauf hin, dass an der Westseite der Kirche vermutlich im 15. Jahrhundert ein gotischer Chorraum angefügt wurde, der die romanische Apsis ersetzte. Nach einer schriftlichen Überlieferung aus dem Jahre 1569 war die Kapelle St. Joest geweiht, einem Beschützer der Pilger und Wallfahrer.
Eine steinernde Tafel aus dem Jahre 1734 weist auf einen Umbau hin, durch den die Kirche ihre heutige Gestalt erhielt.
Nach der Reformation wurde die Kirche im Inneren mehrfach umgestaltet.
Die farbigen Fenster entworfen und gestaltet von dem Künstler Heinz Kreutz wurden 1964 und 1978 in die Kirche eingebracht.